Schwerpunkte

Osteopathie bei akuten und chronischen Schmerzen

Dank der vielseitigen manuellen Techniken der Osteopathie kann häufig bei akuten Schmerzproblemen wie Ischialgien, Tennisellenbogen oder „steifem Nacken“ mit nur wenigen Behandlungen schnell geholfen werden. Akute Symptome wie Brust- und Bauchschmerzen gehören zur Absicherung und Diagnostik aber immer erst in ärztliche Behandlung

Osteopathie nach Sportverletzungen

Zahlreiche Sportler setzen z.B nach immer wiederkehrenden Muskelverletzungen, Überlastungssymptomen oder nach akutem Umknicken neben den klassischen Sportmedizinern und Orthopäden auf die Hilfe von Osteopathen.

Gerade bei Sportarten wie Fußball, Tennis, Golf oder Handball ist der Körper häufigen Rotationsbewegungen ausgesetzt, was nicht selten zu Leistenschmerzen, Knieproblemen und/oder Sehnenentzündungen führt.

Diese Symptome gehören zu den klassischen Indikationen für eine osteopathische Behandlung.

Sehr häufig sind Sportler überrascht, wo die Ursachen für ihre Schmerzen oder Verletzungen liegen. Die  Osteopathie denkt nicht in Strukturen, sondern in Funktionen und Ereignisketten.

Ein klassisches Beispiel hierfür ist das sogenannte „Suppinationstrauma“ (Umknicken) des Fußes. Mögliche Folgen hiervon sind Fehlstellung in den Fußgelenken, worauf Verspannungen der Waden- und Oberschenkelmuskulatur wiederum Beschwerden in den Knien, der Hüfte und der Wirbelsäule auslösen können. Aufgrund einer genauen Anamnese und der sensiblen Tastsinne erspürt der Osteopath die Spannungen und würde in diesem Beispiel auch/vor allem das Fußgelenk behandeln, obwohl die Beschwerden an anderer Stelle auftreten. Hier wird auch deutlich, dass auch vermeintlich bedeutungslose Blessuren möglichst schnell behandelt werden sollten.

Doch neben der Behandlung von akuten oder chronischen Beschwerden ist auch die Verletzungsprophylaxe ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der osteopathischen Behandlung zur Steigerung der Vital- und Leistungskapazität.

Osteopathie in der Schwangerschaft

Immer wenn der Körper „Höchstleistungen“ vollbringen muss, ob im Sport oder auch in der Schwangerschaft, ist das reibungslose Zusammenspiel aller Körperstrukturen besonders gefordert. Während der Schwangerschaft und Geburt finden im Körper enorme Veränderungen statt.

Die osteopathische Begleitung hilft der werdenden Mutter während der Schwangerschaft und in der Zeit nach der Entbindung möglichen Rückenschmerzen, Verdauungsproblemen und anderen schwangerschaftsbedingten Beschwerden entgegen zu wirken, bzw. sich den körperlichen Veränderungen optimal anzupassen und Mutter und Kind auf die Geburt vorzubereiten.

Hierbei  legt der Osteopath besonderes Augenmerk auf die Beurteilung der Becken- und Steißbeinstellung sowie deren Beweglichkeit. Beispielsweise sprechen die häufig im Zusammenhang mit der Gewebsauflockerung einhergehenden statischen Veränderungen und die daraus resultierenden Rückenbeschwerden gut auf osteopathische Behandlung an

Nach der Geburt unterstützt die Osteopathie den Organismus und den Körper der Mutter, um wieder zur Normalität zurück zu kehren.

 

Häufig auftretende Probleme in der Schwangerschaft

  • Kreuz- und Rückenschmerzen
  • Ischiasprobleme
  • Kurzatmigkeit
  • Wassereinlagerungen in den Beinen
  • Kribbeln in Armen und Händen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Selbstregulation unterstützen
  • Hämorrhoiden vorbeugen oder bei schon entstandene Hämorrhoiden die Rückbildung zu unterstützen

 Häufig auftretende Probleme nach der Entbindung

  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Schmerzen im Becken, Rücken, Nacken
  • Blasenstörungen
  • Narbenbehandlung
  • Selbstregulation unterstützen

Osteopathie für Babys und Kinder

Die Kinderosteopathie ist eine Spezialisierung innerhalb der Osteopathie. Mit verschiedenen sehr sanften Techniken wird dem Kind zu einem verbesserten Gleichgewicht und somit zu mehr Wohlbefinden geholfen.

In keiner anderen Lebensphase wirken sich negative Einflüsse (z.B. Schädeldeformitäten, Schiefhals) so entscheidend auf die Entwicklung des Menschen aus wie kurz nach der Geburt. So können sich Funktionsstörungen, die vorgeburtlich oder durch die Geburt  verursacht wurden  schon kurz nach der Geburt, aber auch erst sehr viel später bemerkbar machen (z.B. Ausbildung von Fehlstatik, Skoliose, Wahrnehmungs- und Lernstörung).

Hier kann der Osteopath dafür sorgen, dass optimale Voraussetzungen für das Wachstum und die weitere Entwicklung des Kindes geschaffen werden.  Mit seinem ausgezeichneten Tastsinn (den sogenannten „thinking-fingers“) sucht er die  Ursachen von Funktionsstörungen  auf und beseitigt sie.

So kann auch sogenannten Schreikindern häufig schnell und wirksam geholfen werden.

 

Beispiele für Behandlungsmöglichkeiten der Baby- und Kinderosteopatie:

  • Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen
  • Verdauungsbeschwerden/sogenannte „3 Monats- Koliken“
  • Schreikinder, Speikinder, Kinder mit Schlafproblemen
  • Assymmetrien wie z.B das „Kiss-Syndrom“
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Urogenitalbeschwerden (Inkontinenz)
  • Lern und Konzentrationsschwierigkeiten, Hyperaktivität
  • Infektanfälligkeit
  • Wiederkehrende Mittelohrentzündungen
  • Schädelasymmetrien/Kieferfehlstellungen/ Bissanomalien
  • In der funktionellen kieferorthopädischen Behandlung bei Kindern wird vorbereitend oderbegleitend zur Zahnspangenversorgung in enger Zusammenarbeit mit dem Kieferorthopäden therapiert

Osteopathie für Pferde und Hunde

Wie auch bei der Human-Osteopathie generell, ist es auch bei der Pferdeosteopathie wichtig, das Pferd als Ganzes zu betrachten und die genauen funktionellen Zusammenhänge zu kennen.

So kann z.B. eine Blockierung des Zungenbeins eine Lahmheit auslösen, genauso wie eine Läsion der Halswirbelsäule oder ein nicht passender Sattel Taktfehler verursachen kann.

Die Pferde-Osteopathie hat sich besonders bei allen Erkrankungen des Bewegungsapparates bewährt, aber auch bei chronischen Krankheiten und vor allem bei der Vorbeugung von akuten Erkrankungen.

So zum Beispiel

  • Bei einer andauernden Steifheit u. Widersetzlichkeit gegen die Reiterhilfen
  • Bei unterschiedlichen Formen der Lahmheit
  • Bei einem Pferd, das sich schlecht die Beine aufnehmen lässt
  • Bei einer schlechten Kopfhaltung, schlechten Hals- und/oder Schweifhaltung in Ruhe u. bei der Arbeit
  • nach einer Komplikation beim Abfohlen
  • nach einem schweren Sturz, um eine Veränderung der Struktur (die nicht unbedingt sichtbar ist) zu behandeln
  • bei einem Leistungstief
  • bei nicht erklärbaren Verweigerungen am Hindernis
  • bei Taktfehlern in den verschiedenen Gangarten
  • bei Schmerzanzeichen während oder nach der Arbeit
  • nach einer Verletzung, eine frische Verletzung ist besser und schneller zu behandeln als eine ältere od. chronische

Wobei kann die Pferdeosteopathie helfen?

  • Unterschiedliche Formen der Lahmheit z.B. verursacht durch Stürze, Schläge anderer Pferde, Festliegen, …
  • Bei andauernder oder wiederkehrender Steifheit
  • Bei schlechter Kopf-, Schweif- oder Halshaltung in Ruhe oder bei der Arbeit
  • Bei Schmerzanzeichen
  • Bei Widersetzlichkeiten gegen Reiterhilfen, Problemen mit Aufrichtung, Biegung, Geradestellung, Losgelassenheit oder Versammlung, die nicht auf reiterliche Probleme zurückzuführen sind
  • Rehabilitation nach Verletzungen
  • Bei Taktfehlern
  • Bei Pferden, die widerwillig die Hufe geben
  • Bei Leistungsminderung
  • Bei nicht erklärbaren Verweigerungen an Hindernissen
  • Muskelverletzungen, Sehnen-, Gelenk- und Hufentzündungen und vielen anderen Krankheiten, die bereits tierärztlich versorgt wurden
  • Zur Ergänzung bei einer Ankaufsuntersuchung
  • Zum jährlichen Check-up